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30.01.2017

Tschechischer Medizintechnikmarkt: EU-Gelder sorgen für Wachstum

Der tschechische Markt für Medizintechnik ist in Bewegung. Grund dafür sind hohe Fördersummen der EU, aber auch zahlungskräftige Privatakteure. Neben den Niederlanden, Belgien und Österreich zählt Deutschland zu den wichtigsten Importnationen.

Flagge Tschechien; Quelle: istockphoto.com/wrangel
© istockphoto.com/wrangel

Im Rahmen des Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) unterstützt die EU Tschechien noch bis 2020 mit einer Fördersumme in Höhe von 650 Millionen Euro. Ziel ist die Verbesserung der medizinischen Infrastruktur. Das hat positive Auswirkungen auf den Medizintechnikmarkt: Nach stabilem Wachstum in den vergangenen Jahren beläuft sich das Volumen des Sektors derzeit auf etwa 839 Millionen Euro. Dank der Finanzspritze der EU soll sich der Trend in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. Zusätzlich entstehen immer mehr Kliniken, Labore und andere medizinische Einrichtungen, die von privaten Investoren geführt und finanziert werden. Die Betreiber setzen häufig auf modernes medizintechnisches Equipment, um den Patienten die bestmögliche Versorgung bieten zu können. 

Von der guten Marktsituation profitieren auch internationale Hersteller. Besonders gefragt sind medizinische Instrumente und Verbrauchsmaterialien, Therapie- und Atmungsapparate sowie medizinische Möbel. Einen starken Zuwachs gab es 2015 auch bei Rollstühlen und anderen Fahrzeugen für Behinderte. Deutschland zählt zu den größten Importeuren. 2015 trieb vor allem der Verkauf von medizintechnischen Hilfsmitteln wie Spritzen, Nadeln, Kathetern oder Kanülen (42,3 Millionen Euro), von Geräten wie Röntgenapparaten (37,9 Millionen) und von Elektrodiagnoseinstrumenten (28 Millionen) nach Tschechien die Gesamteinfuhrsumme in die Höhe.

Weiterführende Informationen

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  • Branche kompakt: Immer noch hoher Nachholbedarf bei Medizintechnik in Tschechien

    Prag (GTAI) - Mit einem Marktvolumen von fast 840 Mio. Euro ist die Tschechische Republik ein interessanter Absatzmarkt für Medizintechnik. In den knapp 350 Krankenhäusern des Landes ist der Investitionsbedarf weiterhin sehr groß, sodass auch in den kommenden Jahren steigende Verkäufe prognostiziert werden. Die gute Wirtschaftslage führt zu höheren Einnahmen der Krankenkassen und des Staates. Außerdem stehen umfangreiche Finanzhilfen aus EU-Fonds für die Anschaffung von Medizintechnik zur Verfügung.