Meldung
07.05.2015

Wirtschaftsperspektive Ghana: Chancen trotz Krise

Sinkende Preise für Gold und Öl, fehlende Staatseinnahmen sowie eine hohe Konkurrenz der heimischen Produktion durch Importe setzen Ghanas Wirtschaft zu. Anbieter medizinischer Produkte und Dienstleistungen sollten aber genau hinschauen und nicht generell von einer Flaute ausgehen. Investitionen fließen nicht nur in den Energiesektor, wie die Öl- und Gasförderung, sondern auch in den Gesundheitsbereich, wie den Krankenhaussektor.

Flagge Ghana; Quelle: fotolia/ptyszku
© Fotolia/ptyszku

Eine Reihe von Krankenhausbauten dürfte kurzfristig die Nachfrage nach Medizintechnik, gesundheitsbezogenen Dienstleistungen und Medikamenten erhöhen. Allein in der ghanaischen Hauptstadt Accra gibt es mehrere nennenswerte Projekte: Neu errichtet bzw. ausgebaut werden ein staatliches Krankenhaus mit 420 Betten für 306 Millionen US-Dollar sowie eine Polizeiklinik mit 104 Betten. Auch in das 600-Betten-Klinikum der University of Ghana wird mit Hilfe Israels investiert. In Zusammenarbeit mit indischen Partnern fließen 52 Millionen US-Dollar in eine 300 Betten umfassende private Airport-Klinik. Hinzu kommt beispielsweise die Modernisierung eines 500-Betten-Militärhospitals in Kumasi, der mit über zwei Millionen Einwohnern zweitgrößten Stadt Ghanas.

Exportorientierte Gesundheitsunternehmen wie Lieferanten von Medizintechnik und E-Health-Lösungen sollten versuchen, frühzeitig mit den Beschaffern Kontakt aufzunehmen. Ob die von der Regierung initiierte Investitionsoffensive auch langfristig zu Erwerbungen und einer Instandhaltung von beispielsweise Medizintechnik führt, lässt sich momentan noch nicht abschätzen. Schwierig ist der derzeitige Mangel an Fachpersonal für das Management der ghanaischen Krankenhäuser, weshalb Public Private Partnerships eine wichtige Rolle zukommen wird.

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