Meldung
03.03.2015

Botschafterfrühstück im Auswärtigen Amt: Diplomaten informieren sich über Diabetes und Dialyse

Diplomaten aus aller Welt kamen am 3. März auf Einladung des Auswärtigen Amtes zum Botschafterfrühstück im Internationalen Club des Auswärtigen Amtes zusammen. Die Veranstaltung der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft stand unter dem Motto: „German Healthcare Technology at its Best: Managing Lifestyle Diseases“. Dabei wurden die Gäste über deutsche Innovationen im Bereich der Dialyse sowie bei der Behandlung von Diabetes informiert.

Botschafterfrühstück im Auswärtigen Amt; Quelle: Exportinitiative Gesundheitswirtschaft
© Exportinitiative Gesundheitswirtschaft
Botschafterfrühstück im Auswärtigen Amt

Professor Dr. Jochen Maas, General Manager Research & Development der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, erklärte den Botschaftern und Botschaftsvertretern in einem Vortrag das Krankheitsbild Diabetes mellitus: seine Ursachen, Diagnostik und aktuelle Behandlungsmöglichkeiten. Gegenwärtig leiden weltweit 387 Millionen Menschen an der Stoffwechselkrankheit. Laut Prognose der International Diabetes Federation (IDF) ist mit einem Anstieg auf 592 Millionen Erkrankten im Jahr 2035 zu rechnen. Eine gute Blutzucker-Einstellung ist hier die Basis der Diabetestherapie. Hochmoderne Blutzuckermessgeräte aus Deutschland unterstützen Menschen mit Diabetes-Risiko oder Diabetes-Erkrankung bei der regelmäßigen Selbstkontrolle. Dank medizintechnischer Weiterentwicklungen sind die Messgeräte kleiner, preiswerter und schneller, also insgesamt leistungsfähiger geworden. So dauert die Blutzuckerkontrolle nur noch wenige Sekunden – wichtig für Betroffene, die rasch und zuverlässig Auskunft über ihren Gesundheitszustand erhalten müssen. Für sie bedeuten Selbsttests die Bewahrung  der eigenen Unabhängigkeit und damit den Erhalt von Lebensqualität.

Falls es nicht gelingt, trotz Diät, Bewegung oder Tabletten den Blutzuckerspiegel optimal einzustellen, wird eine Insulinersatztherapie mit biotechnologisch hergestellten Insulinen notwendig. Hier haben die deutschen Arzneimittelhersteller in den vergangenen Jahrzehnten immer differenziertere Therapievarianten entwickelt, um Diabetes zu behandeln. Dank deutscher Innovationen können Diabetiker heutzutage ein Leben führen, das dem eines gesunden Menschen annähernd entspricht.

Unerkannt und unbehandelt führt Diabetes allerding zu einer Nierenschädigung, im schlimmsten Fall zu einem Nierenversagen. Dann ist eine regelmäßige Dialyse zum Abbau der Stoffwechselprodukte lebensnotwendig. Markus Strotmann, Vorstandsmitglied der B. Braun Avitum AG, informierte über die heutigen Möglichkeiten der Dialysetherapie „Made in Germany“. Die Dialyse ist neben der Nierentransplantation die wichtigste Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen sowie eine Behandlungsmöglichkeit bei akutem Nierenversagen. Deutsche Unternehmen nehmen eine Spitzenstellung in diesem Segment ein. Sie bieten innovative Dialyse auf allen Kontinenten an und helfen so, Dialysepatienten ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Die Vorträge der Referenten wurden von den 65 internationalen Gästen aufmerksam verfolgt. Vor allem in der sich anschließenden Diskussion sowie in zahlreichen Einzelgesprächen zeigte sich die Relevanz der Themen und das große Interesse der Diplomaten an den Strategien und Innovationen der deutschen Gesundheitswirtschaft im Kampf gegen Diabetes. Eine wichtige Botschaft: Bei der Diabetes-Behandlung existieren inzwischen geeignete Therapieformen, die deutschen Medizintechnik-, Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen tragen an deren Entwicklung einen traditionell großen Anteil. Mit ihren Produktentwicklungen und Forschungsleistungen gilt die Gesundheitswirtschaft „Made in Germany“ als Innovationstreiber. Damit helfen die deutschen Gesundheitsunternehmen nicht nur dem Einzelnen, eine Anhebung des Gesundheitsniveaus der Bevölkerung insgesamt sichert auch Wohlstand und Wachstum der Gesellschaft eines ganzen Landes.

Veranstaltet wurde das Botschafterfrühstück von der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, gemeinsam mit den Fachverbänden aus Medizintechnik, pharmazeutischer Industrie und medizinischer Biotechnologie – in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt.