Meldung
18.09.2014

Informationsveranstaltung zur Gesundheitswirtschaft in Algerien

Algerische Flagge
© istockphoto.com

Um die Absatzchancen für deutsche Produkte der Gesundheitswirtschaft geht es auf einer ganztägigen Informationsveranstaltung die am 30. September in Berlin stattfindet. Unter dem Titel "Gesundheitswirtschaft in Algerien. Krebsvorsorge und Krebsbekämpfung" sollen vor allem kleinen und mittleren deutschen Unternehmen Informationen zum algerischen Gesundheitsmarkt vermittelt werden. Dabei geht es neben den Geschäftsmöglichkeiten auch um die Rahmenbedingungen des algerischen Marktes sowie um dessen Entwicklung. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung noch möglich.

Die Veranstaltung berücksichtigt auch die Themen Krebsvorsorge und Krebsbekämpfung. Denn vor allem in der Onkologie gilt die Versorgungslage in Algerien als unzureichend. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) war im Jahr 2008 Krebs für 21 Prozent der Todesfälle und ein Drittel der Todesfälle durch nicht-übertragbare Krankheiten unter den 30- bis 70-jährigen verantwortlich. Es wird erwartet, dass die Rate in den nächsten zehn Jahren auf 300 Fälle pro 100.000 Einwohner steigt.

Daher ist die algerische Regierung um massive Investitionen in das Gesundheitssystem bemüht. So entstehen wegen eines hohen Nachholbedarfs neue Praxen und Kliniken, die mit modernen Geräten ausgestattet werden. 70 Prozent seines Bedarfs an Arzneimitteln sowie den überwiegenden Teil seines Bedarfs an Medizintechnik deckt das Land mit Importen. Für deutsche Unternehmen ergeben sich hier Geschäftschancen insbesondere in der Lieferung und Wartung von medizinischem Gerät, in der Lieferung und dem Aufbau lokaler Arzneimittelproduktionen sowie in der Aus- und Fortbildung von Fachpersonal. 2011 lag das algerische Importvolumen für Medizintechnik bei rund 237 Millionen US-Dollar. Für das laufende Jahr wird hier mit Steigerungsraten im zweistelligen Bereich gerechnet.

Die Informationsveranstaltung wird von der Deutsch-Algerischen Industrie- und Handelskammer sowie von MENA-Projektpartner e.V. im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen.