Meldung
25.11.2013

UNO und Weltbank als Auftraggeber für deutsche Medizintechnikunternehmen

UNO Gebäude in Wien
© istockphoto.com/ tupungato

Deutsche Unternehmen aus der Medizintechnikbranche haben gute Chancen, bei Ausschreibungen der großen internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen (UN) und der Weltbank berücksichtigt zu werden. Bei einem Workshop der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft, der am 7. November 2013 in Reutlingen veranstaltet wurden, erhielten Unternehmer praxisnahe Informationen über die nötigen Schritte hin zu einer erfolgreichen Bewerbung.

Zu Beginn skizzierte ein Experte der IHK Stuttgart ein Bild der Geschäftschancen, die sich für die deutsche Medizintechnik im Rahmen von Projekten der deutschen und europäischen Entwicklungszusammenarbeit eröffnen. Die zuständigen Referenten für UN und Weltbank bei der deutsch-amerikanischen Handelskammer (AHK) und der Verbindungsstelle des Delegierten der Deutschen Wirtschaft (RGTI) erläuterten im Anschluss zunächst die internen Funktionsweisen und die komplexen Vergaberegeln ihrer Institutionen - und diskutierten darüber auf Basis gezielter Fragen der Teilnehmer.

Mehrere Punkte wurden dabei als entscheidend für eine erfolgreiche Bewerbung insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen aus der Medizintechnikbranche identifiziert: Zunächst müssen sie bei Anmeldung und während des Vergabeprozesses klar und strukturiert vorgehen und dafür schon im Vorfeld viel Zeit investieren. Ebenso wichtig ist es, Beratungsangebote der IHK, AHK und der Verbindungsstelle des Delegierten der Deutschen Wirtschaft in Washington zu nutzen und so frühzeitig wie möglich mit Entscheidungsträgern der angestrebten Geschäftspartner in Kontakt zu treten.

Eine Einarbeitung in die Vergabeprozesse von UN und Weltbank lohnt sich - schließlich kauften alleine die Organisationen der UN im Jahr 2012 medizinisches Equipment, Labor- und Krankenhausausstattung im Wert von ca. 377 Millionen US$ und investierten 2,2 Mrd. US$ in Pharmazeutika und Impfstoffe.