Meldung
06.11.2013

Australien: Deutsche Medizintechnik für ein selbstbestimmtes Leben

Australische Flagge flattert im Wind
© istockphoto.com/ JoeGough

Die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft lud im Oktober potenzielle Abnehmer deutscher Medizintechnik zu zwei Informationsveranstaltungen nach Melbourne und Sydney ein. Dabei wurden den Entscheidungsträgern neue Entwicklungen in diesem Wirtschaftssektor vorgestellt. Sie bieten Menschen mit verschiedenen Formen physischer Einschränkungen ein Plus an Unabhängigkeit und Lebensqualität. Im Fokus standen hochwertige und innovative Produkte, die dabei helfen, die persönliche Mobilität wieder herzustellen. Die Veranstaltung richtete sich unter anderem an Produktmanager, Ärzte, Mitarbeiter von Vertriebsunternehmen für Medizintechnik sowie an Entscheidungsträger der öffentlichen Verwaltung.

Nach einer Begrüßung durch den deutschen Konsul stellten die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft und die Deutsch-Australische Industrie- und Handelskammer den aktuellen Stand und das große Potenzial der Zusammenarbeit beider Länder auf dem Gebiet der Medizintechnik dar. Terry Gallagher, Geschäftsführer von Otto Bock Australia Pty Ltd., steuerte ein Fachreferat zum Thema "Innovative Lösungen für Menschen mit physischen Behinderungen" bei. Sein Unternehmen ist ein Marktführer in den Bereichen Zahnprothetik und orthopädischen Hilfsmittel. Ein wichtiges Thema bei den Hintergrundgesprächen war das Zusammenspiel von Medizintechnik und Telemedizin, bedingt durch die besondere geographische Situation des Landes. In Australien liegen oft große Entfernungen zwischen Arzt und Patient, deshalb stoßen telemedizinische Lösungen verstärkt auf Interesse.

Australien ist bereits seit dem Jahr 2011 Zielland des "Arbeitskreises Medizintechnik" der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft. Der Altersdurchschnitt der australischen Bevölkerung nimmt zu, und die Ansprüche an die medizinische Versorgung steigen. Das erfordert zahlreiche Investitionen in die Gesundheitsinfrastruktur. Hier stehen in den kommenden Jahren umfassende Umstrukturierungen an, zahlreiche neue Krankenhausprojekte gehen an den Start. Der australische Markt ist zudem stark von Importen abhängig. Zwar ist Deutschland bereits ein wichtiger Medizinexporteur nach "Down-Under", der Marktanteil ist jedoch nach wie vor gering. Auch für kleine und mittelständische deutsche Medizintechnikunternehmen und Dienstleister aus den Bereichen e-Health und Telemedizin bieten sich gute Marktchancen. Hier setzt die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft an, indem sie den deutschen Unternehmen dabei hilft, den Markt für sich zu erschließen.